Der entscheidendste Teil einer IVF-Behandlung findet in einem Raum statt, den die meisten Patientinnen und Patienten nie zu sehen bekommen: im embryologischen Labor. Von der Eizellentnahme bis zum Transfertag werden Ihre Embryonen hier rund um die Uhr in Inkubatoren überwacht, die die Bedingungen des menschlichen Körpers nachbilden.
Tag 0 – Entnahme und Befruchtung
Die gewonnenen Eizellen werden unter dem Mikroskop beurteilt und die reifen Eizellen (MII) bestimmt. Noch am selben Tag wird in jede reife Eizelle mittels ICSI ein einzelnes ausgewähltes Spermium injiziert. Die Eizellen kommen in den Inkubator; Temperatur, Luftfeuchtigkeit, pH-Wert und Gaskonzentrationen entsprechen exakt den Verhältnissen im Körper.
Tag 1 – Befruchtungskontrolle
Am Morgen wird die Befruchtung überprüft: Eizellen mit zwei Vorkernen (je einer von jedem Elternteil) sind nun Zygoten. Die durchschnittliche Befruchtungsrate bei der ICSI liegt über 70 %.
Tag 2-3 – Das Teilungsrennen
Die Zygote teilt sich in zwei, vier und dann acht Zellen. Die Embryologin bewertet jeden Embryo nach Zellzahl, Symmetrie und Fragmentierung. Diese Bewertungen helfen dabei, die aussichtsreichsten Kandidaten für den Transfer zu erkennen.
Tag 4-5 – Morula und Blastozyste
Zunächst verdichten sich die Zellen zur Morula, anschließend bildet sich die flüssigkeitsgefüllte Blastozyste. Eine Blastozyste besitzt das höchste Einnistungspotenzial – deshalb finden die meisten Transfers heute an Tag 5 statt. Der beste Embryo wird übertragen; die übrigen Embryonen guter Qualität werden vitrifiziert.
Unsere Laborleiterin Burcu Buluç und ihr Team beobachten jeden Embryo einzeln und stützen sich dabei auf ihre Ausbildung bei IVI Fertility (Spanien) und an der McGill University (Kanada); Sie können unser Team in jeder Phase nach Ihren Embryonen fragen.
