Bei der PGT-A (Präimplantationsdiagnostik auf Aneuploidie) werden Embryonen vor dem Transfer in die Gebärmutter auf zahlenmäßige Chromosomenveränderungen untersucht. Ein gesunder Embryo trägt 46 Chromosomen; ein fehlendes oder zusätzliches Chromosom (Aneuploidie) ist die häufigste Ursache für ausbleibende Einnistung, Fehlgeburten und Chromosomenstörungen.
Wie läuft die Untersuchung ab?
Die Embryonen werden bis Tag 5-6 (Blastozystenstadium) kultiviert. Aus der äußeren Zellschicht, aus der später der Mutterkuchen entsteht (Trophektoderm) – und nicht aus dem späteren Kind –, werden einige Zellen entnommen und genetisch analysiert. In erfahrenen Händen beeinträchtigt die Biopsie das Potenzial des Embryos nicht; bis zum Vorliegen der Ergebnisse werden die Embryonen vitrifiziert.
Wem wird sie empfohlen?
- Frauen ab 37 Jahren: Die Aneuploidieraten steigen mit dem Alter deutlich an
- Paaren mit wiederholten Fehlgeburten
- Bei wiederholtem Einnistungsversagen trotz Embryonen guter Qualität
- Bei ausgeprägtem männlichem Faktor
Was Sie erwarten dürfen – und was nicht
Die PGT-A erhöht die Schwangerschaftsrate pro übertragenem Embryo und senkt die Fehlgeburtsrate; sie macht Ihre Embryonen jedoch nicht „besser“ – sie hilft lediglich, den gesündesten auszuwählen. Bei Patientinnen mit wenigen Embryonen ist die Untersuchung nicht immer von Vorteil; die Entscheidung sollten Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt treffen und dabei Alter, Anzahl der Embryonen und Vorgeschichte zusammen abwägen.
