Als Ankara IVF Center begleiten wir Paare mit Kinderwunsch mit Hoffnung und wissenschaftlicher Sorgfalt. Für viele Paare mit der Diagnose Unfruchtbarkeit ist die IVF-Behandlung eine der wichtigsten Lösungen der modernen Medizin – richtig durchgeführt und von einem erfahrenen Team begleitet, erhöht sie die Erfolgsaussichten erheblich. In diesem Leitfaden gehen wir den Ablauf der IVF-Behandlung Schritt für Schritt durch und beantworten Ihre Fragen. Als Prof. Dr. Kubilay Vicdan mit mehr als 30 Jahren Erfahrung sind wir stolz darauf, Ihnen auf diesem besonderen Weg zur Seite zu stehen.
Für wen kommt eine IVF-Behandlung infrage?
Die In-vitro-Fertilisation (IVF) ist ein Lichtblick für Paare, die auf natürlichem Weg nicht schwanger werden. Diese Behandlungsform kann bei ganz unterschiedlichen Ursachen der Unfruchtbarkeit empfohlen werden. Die Situation jedes Paares ist einzigartig, und ob eine Behandlung geeignet ist, entscheidet sich erst nach einer eingehenden Abklärung. Grundsätzlich wird eine IVF-Behandlung in folgenden Situationen empfohlen:
- Unfruchtbarkeit durch weibliche Faktoren: Verschlossene oder geschädigte Eileiter: Verschlossene oder geschädigte Eileiter können verhindern, dass Eizelle und Spermium zusammentreffen, sodass eine natürliche Befruchtung nicht möglich ist. Endometriose: Wenn Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutter wächst, kann das die Eierstockfunktion und den Aufbau der Eileiter beeinträchtigen und eine Schwangerschaft erschweren. Störungen des Eisprungs: Bei Erkrankungen, die einen regelmäßigen Eisprung verhindern – etwa dem polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) –, kann eine IVF infrage kommen, wenn andere Behandlungswege nicht erfolgreich waren. Verminderte Eierstockreserve: Mit zunehmendem Alter nehmen Eierstockreserve und Eizellqualität ab. Das kann eine IVF-Behandlung auch schon in jüngeren Jahren erforderlich machen.
- Unfruchtbarkeit durch männliche Faktoren: Probleme mit Anzahl, Beweglichkeit oder Form der Spermien: Zeigen sich im Spermiogramm ausgeprägte Auffälligkeiten, kann eine IVF-Behandlung mit Mikroinjektion (ICSI) durchgeführt werden. Verschluss der Samenwege oder Störungen der Spermienbildung: Bei schwerem männlichem Faktor lassen sich Spermien mit operativen Verfahren (TESA/TESE/Mikro-TESE) aus dem Hoden gewinnen und in der IVF-Behandlung einsetzen.
- Unerklärte Unfruchtbarkeit: Lässt sich trotz aller Untersuchungen keine Ursache finden, kann nach einer Phase mit anderen Behandlungsversuchen (etwa der intrauterinen Insemination – IUI) eine IVF-Behandlung begonnen werden.
- Anlageträger genetischer Erkrankungen: Ist ein Partner oder sind beide Träger einer genetischen Erkrankung, kann eine IVF-Behandlung bevorzugt werden, um an den Embryonen eine Präimplantationsdiagnostik (PGT) durchzuführen und gesunde Embryonen auszuwählen.
- Erfolglosigkeit anderer Behandlungen: Wenn einfachere Verfahren der Kinderwunschbehandlung (etwa Medikamente oder eine IUI) nicht zum Ziel führen, ist die IVF-Behandlung der nächste Schritt.
Als Ankara IVF Center nehmen wir eine umfassende Abklärung vor, um unter Berücksichtigung der besonderen Situation jedes Paares den passendsten Behandlungsplan zu erstellen. Alle Möglichkeiten und Erwartungen vor Behandlungsbeginn ausführlich zu besprechen, ist einer der wichtigsten Schritte in diesem Prozess.
Der Behandlungsablauf Schritt für Schritt
Die IVF-Behandlung besteht aus einer Reihe sorgfältig geplanter Etappen. Jede dieser Etappen ist entscheidend, um die Schwangerschaftschance zu erhöhen. Hier sind die Phasen der IVF:
Erstabklärung und Vorbereitung
Vor Behandlungsbeginn wird die Krankengeschichte des Paares ausführlich erhoben, und es erfolgen umfassende körperliche Untersuchungen. Bei der Frau werden Hormonuntersuchungen, eine Gebärmutterdarstellung (HSG) und eine Ultraschalluntersuchung veranlasst, beim Mann unter anderem ein Spermiogramm. Aus diesen Ergebnissen ergibt sich die Ursache der Unfruchtbarkeit, und es entsteht ein individueller Behandlungsplan. In dieser Phase ist die Führung durch einen erfahrenen Arzt wie Prof. Dr. Kubilay Vicdan für den Behandlungserfolg entscheidend.
Stimulation der Eierstöcke
Während im natürlichen Zyklus in der Regel nur eine Eizelle heranreift, zielt die IVF-Behandlung darauf ab, mehrere Eizellen zu gewinnen. Dafür erhält die Frau bestimmte Hormonpräparate, meist in Form von Spritzen. Diese Medikamente fördern das Wachstum der Follikel (der Bläschen, die die Eizellen enthalten) in den Eierstöcken und die Reifung mehrerer Eizellen. Dieser Abschnitt dauert üblicherweise 10–14 Tage.
Kontrolle der Eizellreifung
Während der Stimulation wird die Eizellentwicklung engmaschig überwacht. Regelmäßige Ultraschallkontrollen messen die Größe der Follikel, und Blutuntersuchungen verfolgen die Hormonwerte. Diese Kontrollen helfen, die Medikamentendosis anzupassen und den richtigen Zeitpunkt für die Eizellentnahme zu bestimmen.
Auslösespritze
Sobald die Follikel eine ausreichende Größe erreicht haben und die Eizellen reif sind, wird eine besondere Hormonspritze verabreicht – die sogenannte Auslösespritze („Trigger“). Sie sorgt für die abschließende Reifung der Eizellen und bereitet sie auf die Entnahme vor. Der Zeitpunkt dieser Spritze ist außerordentlich wichtig, denn die Eizellentnahme (OPU) wird etwa 34–36 Stunden danach geplant.
Eizellentnahme und Laborphase
Die Eizellentnahme und die anschließenden Laborschritte gehören zu den entscheidendsten Abschnitten der IVF-Behandlung; hier entstehen die Grundlagen für die Embryonen.
Eizellentnahme (Oocyte Pick-Up – OPU)
Die Eizellentnahme erfolgt in der Regel in einer leichten Narkose (Sedierung) und dauert etwa 15–30 Minuten. Unter vaginaler Ultraschallkontrolle werden die Eizellen mit einer feinen Nadel aus den reifen Follikeln der Eierstöcke gewonnen. Der Eingriff ist meist schmerzfrei, und die Patientin erholt sich rasch. Die gewonnenen Eizellen gelangen unmittelbar ins Labor.
Gewinnung und Aufbereitung der Spermien
Am Tag der Eizellentnahme wird auch eine Spermaprobe des Partners gewonnen. Ist auf natürlichem Weg keine Probe zu gewinnen oder liegt ein schwerer männlicher Faktor vor, können zuvor eingefrorene Spermien verwendet oder Spermien operativ aus dem Hoden gewonnen werden (TESA/TESE/Mikro-TESE). Die gewonnene Probe wird im Labor besonders aufbereitet, um die gesündesten und beweglichsten Spermien auszuwählen.
Befruchtung
Im Labor werden die gewonnenen Eizellen und die aufbereiteten Spermien zusammengebracht. Die Befruchtung erfolgt in der Regel auf zwei Wegen:
- Klassische IVF (In-vitro-Fertilisation): Die Eizellen werden in eine besondere Kulturschale gegeben und eine bestimmte Zahl an Spermien wird dazugegeben. Die Spermien sollen die Eizelle auf natürlichem Weg befruchten.
- Mikroinjektion (intrazytoplasmatische Spermieninjektion – ICSI): Dieses Verfahren wird besonders beim männlichen Faktor bevorzugt. Unter dem Mikroskop wird mit einer feinen Nadel je ein einzelnes Spermium in jede reife Eizelle eingebracht. Die Mikroinjektion erhöht die Befruchtungschance deutlich.
Embryonalentwicklung und Beobachtung
Nach der Befruchtung werden die entstandenen Embryonen in speziellen Brutschränken beobachtet. Embryologen verfolgen die Entwicklung regelmäßig und wählen die gesündesten, am besten wachsenden Embryonen aus. In der Regel werden die Embryonen 3 bis 5 Tage im Labor kultiviert. Embryonen, die den 5. Tag erreichen, werden „Blastozysten“ genannt und bieten beim Transfer unter Umständen eine höhere Schwangerschaftschance.
In bestimmten Fällen kann es nötig sein, die Embryonen vor dem Transfer in die Gebärmutter genetisch zu untersuchen. Die Präimplantationsdiagnostik (PGT) ist eine wichtige Option für Paare mit einem Risiko für genetische Erkrankungen.
Embryonen guter Qualität, die nach dem Transfer nicht verwendet werden, können für spätere Schwangerschaftsversuche eingefroren und gelagert werden.
Embryotransfer und die Zeit danach
Der Embryotransfer ist der aufregendste und hoffnungsvollste Abschnitt der IVF-Behandlung: das Einbringen der im Labor entwickelten Embryonen in die Gebärmutter der Mutter.
Embryotransfer
Der Embryotransfer ist in der Regel schmerzfrei und benötigt keine Narkose. Mit einem dünnen, biegsamen Katheter (Schlauch) wird der ausgewählte Embryo – oder werden die ausgewählten Embryonen – unter Ultraschallsicht durch die Scheide in die Gebärmutter eingebracht. Wie viele Embryonen übertragen werden, entscheiden Ärztin oder Arzt und das Paar gemeinsam, abhängig vom Alter der Frau, der Embryoqualität und dem bisherigen Behandlungsverlauf. Um die Risiken einer Mehrlingsschwangerschaft zu senken, wird in der Regel der Transfer eines einzelnen Embryos empfohlen.
Die Zeit nach dem Transfer
Nach dem Embryotransfer wird der Patientin eine kurze Ruhephase empfohlen. Danach können die gewohnten Alltagsaktivitäten wieder aufgenommen werden; wichtig ist jedoch, schwere körperliche Belastungen und Stress zu meiden. Die von der Ärztin oder dem Arzt empfohlenen hormonunterstützenden Medikamente (etwa Progesteron) sollten regelmäßig eingenommen werden. Sie helfen der Gebärmutter, den Embryo aufzunehmen, und unterstützen den Erhalt der Schwangerschaft.
Schwangerschaftstest
Etwa 10–12 Tage nach dem Transfer wird zur Feststellung einer Schwangerschaft ein Beta-hCG-Bluttest durchgeführt. Diese Wartezeit kann für Paare seelisch belastend sein. Geduld und das Befolgen der ärztlichen Empfehlungen sind in dieser Phase besonders wichtig. Ist das Ergebnis positiv, beginnen die Ultraschallkontrollen zur Schwangerschaftsbetreuung. Fällt es negativ aus, wird die Situation neu bewertet und die nächsten Schritte werden geplant.
Häufig gestellte Fragen
Es ist ganz natürlich, dass Paare viele Fragen zur IVF-Behandlung haben. Hier einige der Fragen, die uns am häufigsten begegnen:
Wie lange dauert eine IVF-Behandlung?
Ein IVF-Zyklus dauert – ohne Erstabklärung und Vorbereitungsphase – von der Eierstockstimulation bis zum Schwangerschaftstest etwa 2 bis 3 Wochen. Rechnet man Erstuntersuchungen, Tests und die Planung hinzu, kann sich der gesamte Behandlungsverlauf jedoch über mehrere Monate erstrecken.
Ist eine IVF-Behandlung schmerzhaft?
Die Eizellentnahme ist in der Regel schmerzfrei, da sie in leichter Sedierung erfolgt. Danach können leichte Krämpfe oder ein Unbehagen auftreten. Der Embryotransfer ist meist schmerzfrei und benötigt keine Narkose. Insgesamt sind Schmerz- oder Unbehagensempfinden während der Behandlung von Mensch zu Mensch verschieden, aber gut auszuhalten und mit Medikamenten beherrschbar.
Wie hoch sind die Erfolgsraten der IVF?
Die Erfolgsraten hängen von vielen Faktoren ab: dem Alter der Frau, der Ursache der Unfruchtbarkeit, der Embryoqualität, dem angewandten Behandlungsprotokoll und der Erfahrung des Zentrums. Bei jüngeren Frauen sind die Erfolgsraten höher, mit zunehmendem Alter können sie sinken. Die Schwangerschaftschance ist sehr individuell, und eine pauschale Angabe kann irreführend sein. Als Ankara IVF Center möchten wir Ihnen möglichst realistische Erwartungen vermitteln, indem wir die besondere Situation jedes Paares beurteilen.
Besteht das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft?
Ja. Werden mehrere Embryonen in die Gebärmutter übertragen, steigt das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft (Zwillinge, Drillinge und mehr). In der modernen IVF-Praxis wird jedoch – besonders bei jüngeren Patientinnen mit guter Prognose – der Transfer eines einzelnen Embryos (SET) bevorzugt, um dieses Risiko so gering wie möglich zu halten. Für die Gesundheit von Mutter und Kind ist dieses Vorgehen sicherer.
Was ist zu tun, wenn die Behandlung nicht erfolgreich ist?
Es ist natürlich, enttäuscht zu sein, wenn eine IVF-Behandlung nicht gelingt. Das heißt jedoch nicht, dass Sie die Hoffnung aufgeben müssten. Nach einem erfolglosen Versuch können Sie Ihre Situation mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt neu beurteilen und für die nächste Behandlung andere Strategien oder zusätzliche Untersuchungen planen. Mit Geduld und dem richtigen Vorgehen erfüllen sich viele Paare schließlich ihren Kinderwunsch.
Auf Ihrem Weg zur Elternschaft steht Ihnen das Ankara IVF Center mit wissenschaftlichem Wissen und einem patientenzentrierten Ansatz zur Seite. Prof. Dr. Kubilay Vicdan und unser Team bieten Ihnen jede Unterstützung, um den für Sie passendsten Behandlungsplan zu finden und diesen Weg so angenehm wie möglich zu gestalten. Denken Sie daran: Auf dieser Reise sind Sie nicht allein. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, um Ihrem Traum einen Schritt näher zu kommen und Ihre persönlichen Behandlungsmöglichkeiten kennenzulernen.
Für weitere Informationen oder Antworten auf Ihre Fragen können Sie ein kostenloses Erstgespräch vereinbaren.
